Johann Peter Eckermann, Gedichte

Johann Peter Eckermann
Gedichte

Im Tale

O, wie ward ich so ein andrer
Durch der Liebe Zaubermacht!
Wie den einst unsteten Wandrer
Hat sie so zu Ruh gebracht!

Sonst nach ungemessnen Weiten
Trieb's mich Ungestümen aus,
Musste wandern, wollte schreiten
Über Berg und Tal hinaus.

Aber nun, da mir seit lange
Lächelt freundlicher Geschick,
Blieb von solch heillosem Drange
Keine Spur in mir zurück.

Und mit wonnerfüllten Blicken
Geh' ich jetzt und lächle still:
O, ihr hohen Bergesrücken,
Geh' hinüber, wer da will!

Literatur

Helmuth Hinkfoth (Hg.)
Erzählungen, Gedichte und
Briefe J. P. Eckermanns mit
einer Auswahl aus den
Gesprächen mit Goethe
Eckermann-Anthologie Briefwechsel Goethe - Eckermann
Helmuth Hinkfoth (Hg.)
Erstveröffentlichung
mit einer Einf­üh­rung und
zahlreichen Erläuterungen
Eckermanns schönste Texte
Helmuth Hinkfoth (Hg.)
Das Schönste und Beste aus Eckermanns Werken − Briefe, Gedanken und Gedichte sowie Erzählungen aus seinen Gesprächen mit Goethe