Johann Peter Eckermann - Gedichte

Kriegesbild.

Hain und Fluren werden düster,
Stürme kommen wild geheulet,
Und zerrissne Wolken fliehen
Wild, zu leichtem Schreck, vorüber.

Aber dräuend, langsam, kommen
Unabsehbar schwarz gezogen,
Wut und Groll in finstern Bäuchen,
Feuerschlünde, Wetterwogen.

Und nun bricht es los mit Wüten,
Rings ein Wehgeschrei und Flüchten,
Blitz und Donner, Schlag auf Schläge,
Zwei, drei Dörfer schon in Flammen!

Das ist wohl ein Bild des Krieges! —


Literatur
Eine Anthologie mit einigen poetischen Perlen Eckermanns und den Glanzlichtern aus den "Gesprächen mit Goethe": Eckermann-Anthologie
Helmuth Hinkfoth (Hg.)
Erzählungen, Gedichte,
Briefe und Reflexionen
Johann Peter Eckermanns