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Winsen (Luhe), Geburtsstadt Johann Peter Eckermanns

 
Winsen a.d. Luhe um 1650  
«Stättlein Winsen an der Luhe»
Kupferstich von Merian
ca. 1650

Winsen (Luhe), im Jahre 1156 erstmals urkundlich erwähnt, ist eine Kreisstadt am Rande der Elbniederung. Bedeutende verwaltungspolitische oder wirtschaftliche Bedeutung hat die Stadt aufgrund ihrer Nähe zu Hamburg und Lüneburg nie gehabt. Zu Eckermanns Kindheitstagen − er wurde 1792 in der Winsener Marktstraße geboren − lebten in Winsen rund 1.200 Menschen, viele von ihnen Ackerbürger, Fuhrleute, Handwerker, Schiffer und Tagelöhner. Im Jahre 2015 hatte Winsen einschließlich der inzwischen eingemeindeten Nachbardörfer rund 36.000 Einwohner. Als sog. Mittelzentrum ist es Sitz der Verwaltung des Landkreises Harburg, eines Amtsgerichts, eines Kreiskrankenhauses, zahlreicher Schulen und sozialer Einrichtungen sowie einer Vielzahl kleiner und mittelständischer Handels- und Gewerbebetriebe. In den Randgemeinden spielen Landwirtschaft und Handwerk, aber auch Obst- und Gemüseanbau noch eine wesentliche Rolle.




Impressionen zu Johann Peter Eckermanns Gedicht «Die Heimat»



   
O Elb', an deinen Ufern aufgewachsen,
In deinen Buchten, deinen grünen Ebnen ...
    Bucht am Elbufer

Ich seh' die Elbe, wie sie glänzend wallt,
Den stolzen prächt'gen Strom, von solcher Breite,
dass starkes Rufen kaum hinüberschallt
Vom Strande hüben bis zur andern Seite.
    Der Elbstrom zwischen Winsen-Hoopte und Zollenspieker

Es fehlt dem Strande nicht an Schilf und Weiden,
An Netzen nicht, die in der Sonne hängen,
An heitern Dörfern nicht zu beiden Seiten,
Wo Schiffe ruhn, woran sich Kähne drängen;
    Elbwatt bei Winsen-Laßrönne

Hier ist der Frösche, hier der Störche Land,
Die jedes Jahr, sobald der Sommer kehret,
Vom fernen Nil den Flug hieher gewandt;
Auf Dächern friedlich siehst du Nest bei Neste,
Und jeder liebt die rotgebeinten Gäste.
    Storchennest in der Elbmarsch bei Winsen


Einsam zu Fuß geh'ich die kurze Strecke
Des Deiches Krümmung nach, dass nichts mich störe.
    Luhe-Deich zwischen Winsen und dem Nachbardorf Stöckte

Nun, bei des Nachbardorfes letzter Ecke,
Liegt vor mir frei die Stadt, der ich gehöre;
    Winsen, vom Stöckter Deich gesehen

Das Schloss erglänzt im Schein der Abendsonne, −
Wie fass' ich all' die langentbehrte Wonne.
    Winsener Schloss

Und du, der Kindheit Fluss, geliebte Luh'!
Lass mich die Hand mit deinem Wasser kühlen!
Wie sonst auf klarem Sande fließest du, −
O könnt' ich wieder mich als Knabe fühlen!
    Die Luhe
Die Sonne sinkt hinunter still und groß,
Da bleibt kein Trost, als innig mich versenken
In meiner Kinderzeit beglückte Stunden
Und jenes bunten Lebens zu gedenken,
Das rückwärts unerreichbar mir entschwunden.
O süßer Traum! − Was ich als Knabe sah,
Ist meinem Geist lebendig wieder nah.
    Winsen, Altstadt (Wallstraße) um 1960

Der Tag mit seinem Leben will sich neigen.
Der müde Wandrer, lang' umhergetrieben,
Ruht bald erquickt am Herzen seiner Lieben.



(Auszüge aus J. P. Eckermann, Die Heimat)
    Winsen, Altstadt (Schmiedestraße); an dieser Stelle wuchs Eckermann auf

Eckermann in Winsen − Literatur

 
Eckermann-Biographie, 2014
Helmuth Hinkfoth
Eckermann
Goethes
Gesprächspartner
Eine anregende
Biografie
Eckermann-Anthologie
Helmuth Hinkfoth (Hg.)
Am Abend ein Stündchen
bei Goethe
Erzählungen, Gedichte,
Briefe und Reflexionen
Johann Peter Eckermanns

***
 

«Die Stadt, der ich gehöre»

Sehenswürdigkeiten  –  ein Rundgang durch Winsen (Luhe)

Umgebung von Winsen (Luhe), Erklärungen mit Mauszeiger

   Der Stadtkern Winsens hat sich seit 1810 erheblich verändert, bes. durch Brände und Abriss.
(Erklärungen mit Mauszeiger)
    Winsen, Stadtzentrum    Das Winsener Schloss   Das Winsener Schloss, vor 1300 erbaut, war ab 1592 Witwensitz der Herzogin Dorothea, später Verwaltungs- bzw. Gerichtssitz.  
Im Hof des Winsener Schlosses steht seit dem 1. Weltkrieg eine im Jahre 1863 gefertigte belgische Kanone. Historische Kanone im Schlosshof Superintendentur in Winsen Der Förderer Eckermanns, der Superintendent Parisius, hatte seinen Amtssitz in diesem Hause neben der Winsener Marienkirche.
Der Marstall am Rande des Schlossplatzes beherbergt heute u.a. eine Ausstellung zu Eckermann. Marstall Eckermann-Gedenktafel am Marstall Am Eingang zum Winsener Museum im Marstall erinnert eine Gedenktafel an die Bedeutung Eckermanns.
In der Marktstraße 18 in Winsen stand Eckermanns Geburtshaus. In der Marktstraße stand Eckermanns Geburtshaus. Gedenktafel in der Marktstraße Eine Gedenktafel weist auf Eckermanns Geburtshaus in der Winsener Marktstraße hin.
Schmiedestraße 17 in Winsen: Hier stand das Haus, in dem Eckermann aufwuchs (s.a. die winzige alte Kate auf der Seite "Leben").    In der Schmiedestraße wuchs Eckermann auf.   Gedenktafel in der Schmiedestraße Gedenktafel an dem Haus in der Schmiedestraße 17, in dem Eckermann seine Kindheit verbrachte
Neben der Marienkirche errichtete die Stadt Winsen 1954 Johann Peter Eckermann anlässlich seines einhundertsten Todestages ein Denkmal.    Eckermann-Denkmal im Stadtzentrum Winsens Eine der Gedenktafeln am Eckermann-Denkmal   Auf einer der vier Tafeln des Denkmals findet sich ein Zitat aus den "Gesprächen mit Goethe": «Alles Große bildet, sobald wir es gewahr werden.» (hier gekürzt)
Die Luhe in der Winsener Altstadt nahe Eckermanns Elternhaus Die Luhe in Winsen Marktstraße Die Marktstraße wurde in den letzten Jahrzehnten völlig umgestaltet. Vorne rechts stand Eckermanns Geburtshaus.
Winterstimmung am Deich bei dem Winsener Ortsteil Stöckte Winterstimmung am Deich Eckermanns Wohnorte und Reisen H. Hinkfoth
Wenn nur das Wiederkommen nicht wäre
J. P. Eckermanns gemächliche Reisen


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